Toddlertrage: Wann brauche ich eine Trage für mein Kleinkind und lohnt sich die Investition?
Dein Kleinkind ist inzwischen deutlich größer, läuft selbstständig und trotzdem möchtest du es weiterhin tragen? Dann stellst du dir vielleicht irgendwann die Frage: Brauchen wir jetzt wirklich noch eine neue (Toddler-)Trage?
Schließlich habt ihr vielleicht schon eine Babytrage zu Hause. Und die funktioniert doch eigentlich noch ganz gut. Oder?
Eine Toddlertrage für dein Kleinkind kann trotzdem eine richtig gute Investition sein. Sie ist nämlich nicht einfach nur eine „größere Babytrage“, sondern wurde speziell dafür entwickelt, größere und schwerere Kinder bequem und passend zu tragen.
Ob sich die Anschaffung für euch lohnt, hängt allerdings weniger vom Alter deines Kindes ab als davon, wie ihr euren Alltag gestaltet und wie gut eure bisherige Trage noch passt.
Hoppediz Buckle Toddler auf dem Rücken getragen Flybaby Toddler vor dem Bauch getragen Qookie Ultimo vor dem Bauch getragen Vatanai Toddler vor dem Bauch getragen DidyKlick Toddler mit Blick auf den Rücken mit aufgefächerten Trägern Lenny Lamb Preschooler vor dem Bauch getragen
Was ist eine Toddlertrage überhaupt?
Toddler bedeutet übersetzt Kleinkind. Eine Toddlertrage ist also eine Tragehilfe, die speziell für Kleinkinder entwickelt wurde.
Während klassische Babytragen häufig für die ersten Lebensmonate und -jahre ausgelegt sind, beginnen viele Toddlertragen erst ab etwa Kleidergröße 74 bzw. 80/86. Je nach Modell begleiten sie euch dann bis Größe 104, 116 oder sogar 122.
Besonders große Modelle werden teilweise auch als Preschooler-Tragen bezeichnet. Sie sind für größere Kinder gedacht und können Familien deshalb wirklich sehr lange begleiten.
Das bedeutet auch: Eine Toddlertrage ist nicht unbedingt eine Anschaffung, die ihr nur für ein paar Monate nutzt. Je nach Modell und Kind kann sie euch bis weit ins Kindergartenalter begleiten.
Und das kann sinnvoll sein, obwohl das Tragen längst nicht mehr jeden Tag dazugehört.
Denn ein Kind, das mit zwei oder drei Jahren problemlos mehrere Kilometer läuft, möchte vielleicht trotzdem irgendwann auf den Arm. Und genau dann kann eine passende Toddlertrage Gold wert sein.
Woran merke ich, dass die bisherige Trage nicht mehr richtig passt?
Das ist eigentlich die wichtigste Frage.
Denn nicht jedes Kind braucht automatisch eine Toddlertrage, nur weil es eine bestimmte Kleidergröße erreicht hat.
Ein Wechsel wird dann interessant, wenn die bisherige Trage an ihre Grenzen kommt.
Zum Beispiel:
Der Steg reicht deutlich nicht mehr von Kniekehle zu Kniekehle (2 Finger breit je Seite oder mehr).
Das Rückenteil ist zu kurz und endet deutlich unterhalb des Oberkörpers.
Dein Kind sitzt zunehmend unbequem in der Trage.
Du hast das Gefühl, dass dein Kind nicht mehr gut unterstützt wird.
Das Tragen fühlt sich plötzlich deutlich anstrengender an als früher.
Die Trage drückt oder verteilt das Gewicht nicht mehr so angenehm.
Dein Kind wird schwerer und du merkst, dass du beim Tragen zunehmend an deine körperlichen Grenzen kommst.
Gerade der letzte Punkt wird häufig unterschätzt.
Eine größere Trage kann bei einem größeren Kind einen überraschend großen Komfortunterschied machen.
Das Gewicht deines Kindes verändert sich schließlich nicht nur für dein Kind, sondern auch für dich. Eine Toddlertrage ist darauf ausgelegt, dieses Gewicht entsprechend zu verteilen und die größeren Proportionen des Kindes besser aufzunehmen.
Brauche ich eine Toddlertrage, wenn mein Kind schon läuft?
Ganz im Gegenteil: Gerade dann kann sie besonders praktisch sein.
Denn Kleinkinder sind wahre Meister darin, zwischen „Ich kann das alleine!“ und „Trag mich!“ innerhalb weniger Minuten zu wechseln.
Das eigene Kind läuft vielleicht voller Begeisterung los, entdeckt alles, möchte klettern und rennen und irgendwann sind die Beine dann doch müde.
Eine Toddlertrage ist deshalb nicht unbedingt dazu da, ein Kind zu tragen, das noch nicht laufen kann.
Sie ist vielmehr eine Möglichkeit, zwischen selbstständig laufen und getragen werden flexibel zu wechseln.
Das ist besonders praktisch, wenn ihr viel unterwegs seid.
1. Urlaub und Ausflüge
Hier sehe ich einen der größten Vorteile.
Wenn ihr gerne wandert, in den Bergen unterwegs seid, viel am Strand spaziert oder generell aktive Urlaube macht, ist ein Kinderwagen nicht immer die praktischste Lösung.
Auch bei Tagesausflügen kann eine Toddlertrage unglaublich hilfreich sein.
Denn selbst das laufbegeistertste Kleinkind hat irgendwann müde Beine.
Und vielleicht möchtest du nicht für jede Situation einen Kinderwagen mitschleppen, nur für den Fall, dass dein Kind irgendwann nicht mehr laufen möchte.
Mit einer Toddlertrage habt ihr eine sehr flexible Lösung dabei:
Laufen, entdecken, tragen, wieder laufen.
2. Kita-Eingewöhnung
Eine Toddlertrage kann auch während der Kita-Eingewöhnung ein toller Begleiter sein.
Nicht jede Eingewöhnung läuft völlig reibungslos. Und selbst wenn alles gut funktioniert, ist der Übergang von zu Hause in die Kita für viele Kinder eine große Veränderung.
Körperkontakt kann dabei helfen, nach einem aufregenden Kita-Tag wieder Nähe und Sicherheit zu tanken.
Eine Trage kann beispielsweise den Weg zur Kita oder nach Hause begleiten.
Ob das für euch sinnvoll ist, hängt natürlich davon ab, wie ihr diese Wege zurücklegt.
Wenn ihr ohnehin mit dem Auto fahrt, ist eine Toddlertrage vielleicht weniger relevant. Wenn ihr dagegen zu Fuß unterwegs seid oder regelmäßig Spaziergänge macht, kann sie eine richtig schöne Ergänzung sein.
3. Krankheitsphasen
Mit der Kita beginnen für viele Familien leider auch die ersten größeren Krankheitsphasen.
Und wenn das Kind krank ist, kann plötzlich wieder ganz viel Nähe gefragt sein.
Ein Kleinkind, das sonst selbstständig durch die Wohnung flitzt, möchte auf einmal nur noch auf den Arm.
Eine passende Toddlertrage kann hier eine enorme Erleichterung sein.
Das Kind bekommt Nähe, Körperkontakt und einen vertrauten Rückzugsort, während du deine Hände zumindest teilweise frei hast.
Und auch für dich macht es einen Unterschied, ein 12-Kilo- oder 15-Kilo-Kind in einer dafür passenden Trage zu tragen, statt es dauerhaft auf dem Arm zu halten.
4. Ein aktiver Alltag
Vielleicht braucht ihr gar keinen speziellen Anlass.
Vielleicht ist euer Alltag einfach so, dass eine Trage gut zu euch passt.
Ihr habt einen Hund und seid viel draußen unterwegs. Ihr wohnt in der Stadt und habt viele Treppen. Ihr seid häufig im Wald unterwegs. Ihr habt ein Pferd. Ihr macht gerne Spaziergänge oder seid generell viel zu Fuß unterwegs.
Dann kann eine Toddlertrage eine praktische Ergänzung sein, selbst wenn euer Kind mittlerweile schon sehr viel selbst läuft.
Denn eine Trage muss nicht jeden Tag benutzt werden, damit sich ihre Anschaffung lohnt.
Wenn sie euch genau in den Situationen hilft, in denen ihr sie braucht, kann das bereits einen großen Unterschied machen.
Lohnt sich eine zweite Trage wirklich?
Das ist natürlich die große Frage.
Und meine Antwort lautet: Es kommt darauf an.
Wenn eure bisherige Trage noch gut passt, sich bequem trägt und ihr sie nur gelegentlich nutzt, braucht ihr nicht automatisch eine neue Toddlertrage.
Wenn du aber merkst:
„Irgendwie sitzt mein Kind da inzwischen nicht mehr richtig drin.“
oder
„Das Gewicht fühlt sich plötzlich total anders an.“
dann lohnt es sich definitiv, verschiedene Toddlertragen auszuprobieren.
Denn manchmal ist der Unterschied größer, als man zunächst denkt.
Eine Trage, die für ein Baby mit 6 oder 7 kg wunderbar funktioniert hat, muss sich mit einem 13- oder 15-kg-Kind nicht automatisch genauso gut anfühlen.
Und gerade beim Tragekomfort für dich kann eine größere Trage einen echten Unterschied machen.
Welche Toddlertragen gibt es?
Toddlertragen gibt es in ganz unterschiedlichen Varianten.
Du findest sie zum Beispiel als:
Fullbuckle-Tragen mit Schnallen
Halfbuckle-Tragen mit Bauchgurt zum Klicken und gepolsterten Trägern zum Binden
Wrap Conversions mit Bauchgurt zum Klicken und Tuchträgern zum Binden
größere Preschooler-Tragen für besonders lange Nutzungszeiten
Welche Variante zu euch passt, hängt auch davon ab, womit ihr bisher gerne getragen habt.
Wenn du eine Fullbuckle-Trage gewohnt bist und mit Schnallen gut zurechtkommst, kann ein Toddler-Fullbuckle der unkomplizierteste Umstieg sein.
Wenn du lieber mit einem Tuch oder einer Half-Buckle trägst, gibt es auch dafür entsprechende Möglichkeiten.
Drei Beispiele für Toddler-Full-Buckle-Tragen
Die Auswahl auf dem Markt ist inzwischen ziemlich groß. Drei Beispiele, die zeigen, wie unterschiedlich der Einsatzbereich sein kann:

Qookie Ultimo: Die Qookie Ultimo ist aktuell für etwa Kleidergröße 74 bis 122 ausgelegt und kann sowohl vor dem Bauch als auch auf dem Rücken getragen werden. Die gepolsterten Träger können gekreuzt und parallel getragen werden, zudem können diese am Bauchgurt oder am Rückenteil befestigt werden. Dadurch hat sie einen besonders großen Nutzungsbereich.

Hoppediz Buckle Toddler: Der Buckle Toddler von Hoppediz ist für größere Kinder ab etwa Hosengröße 80/86 ausgelegt und lässt sich in Breite und Länge anpassen. Sie kann sowohl als Bauch- als auch als Rückentrage genutzt werden und passt bis Kleidergröße 122. Die Träger können ausschließlich parallel getragen werden.

Flybaby Toddler: Auch Flybaby bietet inzwischen eine Toddlertrage an. Diese bringt viele Eigenschaften der Flybaby mit und hat andere Aspekte für größere Kinder angepasst. Sie passt ab etwa 80/86 bis ca. 104/110. Vor dem Bauch wird sie ausschließlich mit gekreuzten Trägern getragen. Sie eignet sich aber auch fürs Rückentragen.
Wichtig ist dabei: Die Gewichtsangaben der Hersteller sind nicht automatisch ein Beweis dafür, dass eine Trage wirklich so lange gut passt. Körperproportionen unterscheiden sich. Deshalb sollte immer geschaut werden, wie das jeweilige Kind tatsächlich in der Trage sitzt.
Muss ich überhaupt eine Toddlertrage kaufen?
Nein.
Und genau das finde ich wichtig zu sagen.
Eine Toddlertrage ist kein Pflichtkauf und auch kein notwendiger nächster Schritt in der „Tragekarriere“.
Vielleicht passt eure bisherige Trage noch lange genug.
Vielleicht tragt ihr nur noch sehr selten.
Vielleicht nutzt ihr lieber einen Kinderwagen.
Oder vielleicht ist euer Kind mit drei Jahren einfach überhaupt nicht mehr daran interessiert, getragen zu werden.
Dann wäre eine neue Trage natürlich keine sinnvolle Investition.
Aber: Wenn ihr gerne tragt und merkt, dass eure bisherige Trage langsam zu klein oder unbequem wird, würde ich nicht einfach aufhören zu tragen, nur weil das Kind größer geworden ist.
Schaut euch lieber an, was euch jetzt gut unterstützen könnte.
Denn eine Toddlertrage kann genau für diese Phase gedacht sein, in der das Kind schon groß und selbstständig ist, aber trotzdem noch ganz selbstverständlich Nähe und getragen werden möchte.
Mein Fazit: Wann lohnt sich eine Toddlertrage?
Eine Toddlertrage kann sich besonders dann lohnen, wenn …
dein Kind die bisherige Trage „sprengt“
ihr häufig zu Fuß unterwegs seid
ihr gerne wandert oder Ausflüge macht
ihr einen aktiven Alltag habt
ihr im Urlaub keinen Kinderwagen nutzen möchtet
dein Kind zwischen Laufen und Getragenwerden wechselt
du dein Kind in Krankheits- oder Übergangsphasen weiterhin tragen möchtest
du merkst, dass das Tragen mit der bisherigen Trage zunehmend unbequem wird
Und vielleicht ist die wichtigste Frage gar nicht:
„Brauchen wir wirklich noch eine Trage?“
Sondern:
„Würde uns eine passende Trage unseren Alltag gerade leichter machen?“
Wenn die Antwort darauf ein klares Ja ist, dann kann sich die Investition auch bei einem Kleinkind absolut lohnen.
Und wenn du unsicher bist, welche Toddlertrage zu euch passen könnte, lohnt es sich, nicht einfach nach der größten Trage oder dem beliebtesten Modell zu kaufen. Entscheidend ist, was zu eurem Kind, deinem Körper, eurer bisherigen Trageerfahrung und eurem Alltag passt.
Wenn du dazu Fragen hast oder verschiedene Modelle vergleichen möchtest, kannst du dir hier digital deinen Termin buchen:
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